Jugendschutzprogramme mit Anerkennung für Altersstufe ab 18

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KJM formuliert Erwartungen an Anbieter
KJM will Verbreitung unterstützen
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Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) hat in ihrer Sitzung am 15. Mai in Berlin zu den beiden unter Auflagen anerkannten Jugendschutzprogrammen der Deutschen Telekom und des Vereins JusProg den Beschluss gefasst, die Anerkennung für die Altersstufe ab 18 Jahren ab Juni 2013 eintreten zu lassen.

Die Jugendschutzprogramme waren im Februar 2012 zunächst auf Antrag der Anbieter nur für Angebote bis 18 Jahren anerkannt worden, bei entsprechender Verbreitung sollten ab Juni 2013 auch Angebote mit einer Freigabe ab 18 Jahren umfasst sein.

Hintergrund für diese Einschränkung war die Formulierung des § 11 Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) in der derzeit geltenden Fassung aus dem Jahr 2003, in der die Verbreitung von Jugendschutzprogrammen keine Voraussetzung für die Anerkennung darstellt. Nach dem Wortlaut der Bestimmung muss die KJM ein Jugendschutzprogramm anerkennen, wenn es einen altersdifferenzierten Zugang ermöglicht, was beide Jugendschutzprogramme erfüllen. Die Anbieter waren sich jedoch seinerzeit mit der KJM einig, dass sich die Schutzwirkung der Jugendschutzprogramme stärker entfalten müsse, bevor die sogenannte „18er-Privilegierung“ verantwortet werden könne.

Trotz der unsicheren Rechtslage haben die Anbieter im vergangenen Jahr die anerkannten Jugendschutzprogramme wesentlich weiterentwickelt und befördert. Diese Anstrengungen werden von der KJM ausdrücklich begrüßt.

Im Vorfeld der Sitzung hatten die Anbieter versichert, sie hätten in der Zwischenzeit nicht nur an der Verbreitung, sondern auch an der Filterleistung und der Handhabbarkeit der Programme intensiv gearbeitet. Auch sei die Zahl der Downloads der Programme deutlich gestiegen. Beide Unternehmen gaben an, Apps für mobile Endgeräte zu entwickeln, die in Kürze zur Verfügung stehen sollen. Auch die Erweiterung der Jugendschutzprogramme auf das Betriebssystem Windows 8 sei kurzfristig geplant.

Vor diesem Hintergrund sieht die KJM rechtlich nur die Möglichkeit, die Anerkennung für Inhalte ab 18 Jahren zuzulassen. Jugendgefährdende und unzulässige Angebote sind hiervon nicht umfasst. Beispielsweise dürfen einfach pornografische Darstellungen weiterhin nur in „Geschlossenen Benutzergruppen“ angeboten werden. Der KJM ist allerdings die Verbreitung der Jugendschutzprogramme ein vordringliches Anliegen, besonders auf weiteren, vor allem mobilen Plattformen. Daher hat sie den Beschluss auf der Grundlage von Zusagen und bestimmten Erwartungen an die Anbieter gefasst.

Die KJM erwartet, dass die Erweiterungen der Jugendschutzprogramme von Telekom und JusProg für mobile Plattformen der KJM bis Herbst dieses Jahres zur Anerkennung vorlegt werden.

Die KJM begrüßt die Zusage der Anbieter, ihre Jugendschutzprogramme mit Blick auf die Benutzerfreundlichkeit für Eltern und die Wirksamkeit der Filtermechanismen weiterzuentwickeln. Dazu gehören zum Beispiel Verbesserungen der Filterwirkung im Web 2.0 und bei Inhalten wie Gewalt, Selbstgefährdung und Rassismus.

Die KJM begleitet den Prozess und wird jährlich in einen Austausch mit den Anbietern über die Fortschritte der anerkannten Jugendschutzprogramme eintreten.

Um Eltern zum Einsatz der Jugendschutzprogramme zu motivieren, sind alle beteiligten gesellschaftlichen Kräfte gefordert. Denn Jugendschutzprogramme funktionieren nur, wenn sie auf den Geräten, die Kinder nutzen, auch installiert werden. Die Anbieter sicherten zu, auch weiterhin Vermarktungsmaßnahmen zur Verbreitung durchzuführen.

KJM-Vorsitzender Siegfried Schneider zieht ein Zwischenfazit: „Trotz der Anstrengungen von Telekom und JusProg können wir mit der Verbreitung der Jugendschutzprogramme noch nicht zufrieden sein. Der derzeit geltende Jugendmedienstaatsvertrag gibt eine Vollanerkennung trotzdem vor. Es ist der KJM daher ein besonderes Anliegen, dass im Rahmen der anstehenden Novellierung die gesetzlichen Grundlagen geschaffen werden, die für den Schutz der Kinder und Jugendlichen notwendig sind. Dabei ist es unerlässlich auch die Finanzierung der Jugendschutzprogramme auf eine sichere Basis zu stellen. Ein Jugendschutzprogramm wird nie abgeschlossen sein, es muss wegen der Flüchtigkeit des Mediums immer auf dem jeweiligen Stand der Technik gehalten werden. Diese großen Herausforderungen müssen von allen Beteiligten angenommen werden, denn Jugendschutzprogramme bieten momentan die einzige Schutzlösung, die auch ausländische Angebote umfasst. Die KJM wird über ihren gesetzlichen Auftrag hinaus dazu beitragen.“

Über die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM)
Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) hat sich am 2. April 2003 konstituiert. Sie nimmt gemäß dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) die Aufsicht über Rundfunk und Telemedien (Internet) wahr. Mitglieder sind sechs Direktoren der Landesmedienanstalten, vier von den Ländern und zwei vom Bund benannte Sachverständige.

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Focus: WhatsApp legt rasant zu | ARD-Text

WhatsApp, der Messaging-Dienst für Smartphones, gewinnt in Deutschland rapide an Popularität. Innerhalb von sechs Monaten ist die Zahl der Nutzer von 9,3 auf 13,7 Millionen gestiegen, ergab eine Hochrechnung aus den App-Charts des Nachrichtenmagazins “Focus”. Dieser Wert umfasst die Nutzer von iPhones und Android-Geräten.

Damit hat WhatsApp gemäß den Zahlen den Rückstand zum sozialen Netzwerk Facebook auf 1,9 Millionen Nutzer halbiert und den Vorsprung zu Skype deutlich ausgebaut. WhatsApp dient vielen Nutzern als Ersatz für die SMS.

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Microsoft stellt Xbox One vor | GamesMarkt

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Am Montagabend ließ Microsoft die Katze aus dem Sack und stellte die nächste Xbox-Generation vor. Die Konsole hört auf den Namen Xbox One und soll weltweit noch in diesem Jahr erscheinen. Einen genauen Veröffentlichungstermin und einen Verkaufspreis wurden aber nicht genannt.

Anders als bei der Präsentation der Playstation 4 gab es in Seattle auch die Hardware selbst zu sehen. Die neue Konsole macht einen etwas sperrigen, fast schon retro-artigen Eindruck. Zusammen mit dem Gerät wird auch ein neuer Kinect-Sensor ausgeliefert, der laut Herstellerangabe deutlich mehr Einzelheiten als die ursprüngliche Version erkennen soll. Außerdem führt Microsoft einen überarbeiteten Controller ein, der mit über 40 Designänderungen ausgestattet ist. Dazu zählen beispielsweiße ein verbessertes D-Pad sowie Force-Feedback-Sensoren in den Trigger-Knöpfen.

Zu den technischen Spezifikationen der Konsole verlor Microsoft nur wenige Worte. Xbox One wird aber, wie Playstation 4, auf der x86-Technologie aufbauen, acht Gigabyte RAM enthalten und mit einem Blu-ray-Laufwerk versehen sein. Außerdem arbeitet in der Konsole eine Festplatte mit 500 Gigabyte Speicher.

Wie im Vorfeld spekuliert, gab es nur relativ wenige Spiele zu sehen. Stattdessen wurde ein Fokus auf andere Entertainment-Inhalte gelegt. Microsoft will laut eigener Aussage Xbox One zum zentralen Gerät für das Wohnzimmer machen. Deshalb wird es auch möglich sein, über die Konsole Fernsehprogramme zu schauen. In einer durchaus beeindruckenden Präsentation wurde die Steuerung per Kinect gezeigt. Per Sprache und Gesten lässt sich sehr schnell und intuitiv zwischen den einzelnen Entertainmentkanälen und Anwendungen wechseln. Auch die gleichzeitige Darstellung von zwei Anwendungen, etwa des TV-Programms und des Internet-Browsers ist möglich.

Zu den Exklusivinhalten, die für Xbox One in Seatle vorgestellt wurden, zählen eine für den US-ameriknischen Markt interessante Partnerschaft mit der NFL sowie eine “Halo”-TV-Serie, die in Zusammenarbeit mit Star-Regisseur Steven Spielberg entwickelt wird.

Natürlich gab es aber auch Spiele zu sehen. “Forza Motorsport 5″ wird zu den Launchtiteln zählen. Außerdem arbeitet der “Alan-Wake”-Entwickler Remedy Entertainment an einer neuen Marke names “Quantum Brake”. Electronic Arts war ebenfalls vertreten und kündigte für Xbox One vier neue Spiele aus der EA-Sports-Reihe an: “FIFA”, “Madden NFL”, “NBA Live” und “UFC”. Der größte Zeitraum wurde dem nächsten Teil der “Call Of Duty”-Serie, “Ghosts”, von Activision eingeräumt, dessen Download-Inhalte als erstes für Xbox One erhältlich sein werden. Microsoft selbst arbeitet derzeit an 15 exklusiven First-Party-Titeln, die allesamt im ersten Jahr nach dem Launch erscheinen sollen. Bei acht davon handelt es sich um neue Marken.

Die Pressekonferenz ließ einige Fragen unbeantwortet. So kam das Thema Gebrauchtspielsperre nicht zur Sprache. Wie “Wired” allerdings berichtet, müssen alle Spiele auf der Festplatte installiert werden und sind damit an den jeweiligen Nutzer-Account gebunden. Um dieselbe Disk für einen weiteren Account einzusetzen, beispielsweiße bei einem Weiterverkauf, müsse zuerst eine Gebühr in nicht genannter Höhe entrichtet werden.

“Wired” berichtet weiterhin, dass die Konsole nicht unbedingt ständig online sein muss, wie im Vorfeld spekuliert wurde. Allerdings können die Entwickler ihre Spiele so programmieren, dass ein Teil der Rechenleistung in die Cloud ausgelagert wird, was wiederum eine permanente Internetverbindung notwendig mache.

Quelle: GamesMarkt.de

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Erfolgreicher Forschernachwuchs | Heise

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Insgesamt fünf Preise, darunter drei der wichtigen Grand Awards, sammelten die deutschen Teilnehmer beim Finale der Intel ISEF (International Science and Engineering Fair) 2013 ein. Die ISEF ist der weltgrößte internationale Bildungswettbewerb für Schüler und ging am Freitag mit der großen Preisverleihung zu Ende. Mehr als 1.500 Schüler aus der ganzen Welt reisten zum einwöchigen Finale des Wettstreits nach Phoenix, Arizona (USA). Zu den Teilnehmern gehörten auch zwölf deutsche und sechs österreichische Vertreter, die sich zuvor durch Preise in den jeweiligen Landeswettbewerben Jugend forscht beziehungsweise Jugend innovativ für die Reise zum ISEF-Finale qualifiziert hatten.

„Das alles hier kann man nur schwer mit Jugend forscht vergleichen. Alles ist so viel größer, bunter, fröhlicher und auch lauter“, sagt Julius Kunze (18) aus Chemnitz. Er hatte eine selbst programmierte Software im Gepäck. Das Programm simuliert Phänomene der Relativitätstheorie im Computer. Es zeigt etwa, wie ein Fußballtor aus Sicht eines fast lichtschnellen Balls aussehen würde – krumm und verbogen. Der Jury gefiel das Projekt so gut, dass sie Julius mit dem vierten Platz bei den Grand Awards (Preisgeld: 500 US-Dollar) in der Sparte Informatik auszeichneten.

Insgesamt drei Preise heimste Timm Piper (17) ein. Der Schüler aus Rheinland-Pfalz wurde mit zwei Special Awards (Preisgeld gesamt: 1.150 US-Dollar) und einen zweiten Platz beim Grand Award in der Kategorie „Physics and Astronomy“ (Preisgeld: 1.500 US-Dolar) ausgezeichnet. Er reiste mit seiner Weiterentwicklung des Lichtmikroskops nach Phoenix: Durch eine geschickte Beleuchtung und intelligente Bildüberlagerungen kann Piper außerordentlich kontrastreiche Mikroskopaufnahmen erschaffen, auf denen sonst verborgene Details zu erkennen sind. In der Praxis lassen sich damit beispielsweise Allergene in Blutproben besser ausmachen. mehr

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Amnesty-Medienpreis verliehen | ARD-Text

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Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat in Bochum sechs Fernsehproduktionen mit dem Marler Medienpreis Menschenrechte” ausgezeichnet. Der undotierte Preis zeichnet Beiträge aus, die das Thema Menschenrechte in außergewöhnlicher Form behandeln.

Der Beitrag “Ausländer raus” des NDR-Magazins Panorama über Anfeindungen gegen Flüchtlinge in Wolgast gewann in der Kategorie Magazin/Inland. Als bester Beitrag in der Sparte Magazin/Ausland wurde “Verdammt hoher Preis” (WDR) über die Ausbeutung junger Frauen in indischen Textilfabriken ausgezeichnet.

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Internet und Krieg Wenn Social Networks zum Schützengraben werden | Golem

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Wer heute Soldat ist, ist mit dem Netz aufgewachsen und füllt es mit eigenem Erleben. Armeen ist das nicht recht, dabei nutzen sie das Netz für sich.

Sascha Stoltenow ist ausgebildeter Fallschirmspringer. Als Offizier war er in Kroatien im Einsatz, in Bosnien-Herzegowina und im Kosovo. Zwölf Jahre diente er in der Bundeswehr. Heute ist er Special Staff Sergeant der IDF, der Israel Defense Forces.

Der Exsoldat Stoltenow macht mit bei IDF Ranks, einer Art Online-Game der israelischen Armee. Das belohnt Aktivitäten auf den Websites und Plattformen der Armee mit Punkten: Mit jedem gelesenen Eintrag, jedem Like oder Kommentar kommt man dem nächsthöheren Dienstgrad näher – bis zum Chief of Staff.

Das israelische Militär ist längst nicht das einzige, das die sozialen Netzwerke für sich entdeckt hat. Alle großen Armeen oder Waffenschmieden der Welt präsentieren sich auf Facebook und Youtube. Stoltenow schreibt als Bendler-Blogger über die Armeen der Welt und hat mit Thomas Wiegold von Augen Geradeaus! auf der re:publica einen Vortrag zu dem Thema gehalten. mehr

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