
Am Montagabend ließ Microsoft die Katze aus dem Sack und stellte die nächste Xbox-Generation vor. Die Konsole hört auf den Namen Xbox One und soll weltweit noch in diesem Jahr erscheinen. Einen genauen Veröffentlichungstermin und einen Verkaufspreis wurden aber nicht genannt.
Anders als bei der Präsentation der Playstation 4 gab es in Seattle auch die Hardware selbst zu sehen. Die neue Konsole macht einen etwas sperrigen, fast schon retro-artigen Eindruck. Zusammen mit dem Gerät wird auch ein neuer Kinect-Sensor ausgeliefert, der laut Herstellerangabe deutlich mehr Einzelheiten als die ursprüngliche Version erkennen soll. Außerdem führt Microsoft einen überarbeiteten Controller ein, der mit über 40 Designänderungen ausgestattet ist. Dazu zählen beispielsweiße ein verbessertes D-Pad sowie Force-Feedback-Sensoren in den Trigger-Knöpfen.
Zu den technischen Spezifikationen der Konsole verlor Microsoft nur wenige Worte. Xbox One wird aber, wie Playstation 4, auf der x86-Technologie aufbauen, acht Gigabyte RAM enthalten und mit einem Blu-ray-Laufwerk versehen sein. Außerdem arbeitet in der Konsole eine Festplatte mit 500 Gigabyte Speicher.
Wie im Vorfeld spekuliert, gab es nur relativ wenige Spiele zu sehen. Stattdessen wurde ein Fokus auf andere Entertainment-Inhalte gelegt. Microsoft will laut eigener Aussage Xbox One zum zentralen Gerät für das Wohnzimmer machen. Deshalb wird es auch möglich sein, über die Konsole Fernsehprogramme zu schauen. In einer durchaus beeindruckenden Präsentation wurde die Steuerung per Kinect gezeigt. Per Sprache und Gesten lässt sich sehr schnell und intuitiv zwischen den einzelnen Entertainmentkanälen und Anwendungen wechseln. Auch die gleichzeitige Darstellung von zwei Anwendungen, etwa des TV-Programms und des Internet-Browsers ist möglich.
Zu den Exklusivinhalten, die für Xbox One in Seatle vorgestellt wurden, zählen eine für den US-ameriknischen Markt interessante Partnerschaft mit der NFL sowie eine “Halo”-TV-Serie, die in Zusammenarbeit mit Star-Regisseur Steven Spielberg entwickelt wird.
Natürlich gab es aber auch Spiele zu sehen. “Forza Motorsport 5″ wird zu den Launchtiteln zählen. Außerdem arbeitet der “Alan-Wake”-Entwickler Remedy Entertainment an einer neuen Marke names “Quantum Brake”. Electronic Arts war ebenfalls vertreten und kündigte für Xbox One vier neue Spiele aus der EA-Sports-Reihe an: “FIFA”, “Madden NFL”, “NBA Live” und “UFC”. Der größte Zeitraum wurde dem nächsten Teil der “Call Of Duty”-Serie, “Ghosts”, von Activision eingeräumt, dessen Download-Inhalte als erstes für Xbox One erhältlich sein werden. Microsoft selbst arbeitet derzeit an 15 exklusiven First-Party-Titeln, die allesamt im ersten Jahr nach dem Launch erscheinen sollen. Bei acht davon handelt es sich um neue Marken.
Die Pressekonferenz ließ einige Fragen unbeantwortet. So kam das Thema Gebrauchtspielsperre nicht zur Sprache. Wie “Wired” allerdings berichtet, müssen alle Spiele auf der Festplatte installiert werden und sind damit an den jeweiligen Nutzer-Account gebunden. Um dieselbe Disk für einen weiteren Account einzusetzen, beispielsweiße bei einem Weiterverkauf, müsse zuerst eine Gebühr in nicht genannter Höhe entrichtet werden.
“Wired” berichtet weiterhin, dass die Konsole nicht unbedingt ständig online sein muss, wie im Vorfeld spekuliert wurde. Allerdings können die Entwickler ihre Spiele so programmieren, dass ein Teil der Rechenleistung in die Cloud ausgelagert wird, was wiederum eine permanente Internetverbindung notwendig mache.
Quelle: GamesMarkt.de
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